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1 Aufgaben und Tätigkeitsmerkmale

1.1 Aufgaben

Die/der Altenpflegerin/Altenpfleger hat die Aufgabe, die körperliche und geistige Gesundheit des alten Menschen so gut und so lange wie möglich zu erhalten. Sie/er gibt ihm Lebenshilfe im persönlichen und sozialen Bereich.

alt

Die Aufgaben bestehen aus medizinisch-pflegerischer und sozialer Hilfe, um dem gesunden und pflegebedürftigen älteren Menschen die fachlich notwendige Beratung, Betreuung und Pflege zukommen lassen zu können.

Dieses kann in stationären, teilstationären und offenen Einrichtungen der Altenhilfe sowie im ambulanten und häuslichen Pflegedienst erfolgen.

Ebenso ist die Mitwirkung bei der Rehabilitation, in der Aktivierung und in gesundheitserhaltenden Maßnahmen gefordert, um ein Verbleiben des alten Menschen in seiner gewohnten Umgebung länger zu ermöglichen.

1.2 Tätigkeitsmerkmale

  • Selbständige und verantwortliche Durchführung der Pflege alter Menschen im häuslichen- oder Heimbereich

  • Durchführung von vorbeugenden und wiederherstellenden Maßnahmen und ärztlichen Verordnungen

  • Frühzeitige Erkennung von Krankheiten im Alter, Einleitung notwendiger Maßnahmen

  • Psychisch erkrankten Menschen helfen, sich im Alltag zu orientieren

  • Gesprächsführung und Beratung unter Einbeziehung der Angehörigen

  • Anregung und Ermutigung der alten Menschen zur Teilnahme am Leben der Gesellschaft, körperlichen Aktivitäten und der sinnvollen Beschäftigungen

  • Förderung der zwischenmenschlichen Beziehungen zur Verminderung der Isolierung

  • Beratung in Gesundheits- und Ernährungsfragen

2. Die Ausbildung in der 3-jährigen Höheren Berufsfachschule

Die Ausbildung zur Altenpflegerin/zum Altenpfleger baut auf einem mittleren oder höheren Bildungsabschluss auf und führt in 3 Jahren zum Berufsabschluss.

Die Ausbildung stellt hohe Anforderungen an Leistungsbereitschaft, Leistungsfähigkeit und die Persönlichkeit des Schülers. Wichtige Voraussetzungen für den Beruf sind ein guter Schulabschluss, Beobachtungsgabe, Kontaktfähigkeit, Einfühlungsvermögen, eine positive Grundeinstellung zum älteren Menschen, psychische Belastbarkeit, Bereitschaft zum eigenverantwortlichen Handeln und praktische Fähig- und Fertigkeiten.

Die Ausbildung erfolgt in Theorie und Praxis. Die praktische Ausbildung erfolgt in enger Kooperation mit den Altenheimen entsprechend der Vorgaben des Altenpflegegesetzes des Freistaates Thüringen.

Der Absolvent erhält nach bestandener staatlicher Abschlussprüfung ein Abschlusszeugnis der Schule, ein Zeugnis über die staatliche Prüfung in der Altenpflege und eine Erlaubnisurkunde zum Führen der Berufsbezeichnung

„Altenpflegerin“ oder „Altenpfleger“

durch das Landesverwaltungsamt Weimar.                                                                                                    

3. Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung

  • Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Bildungsabschluss

  • Ärztliche Bescheinigung zur Berufstauglichkeit (nicht älter als 3 Monate) 

  • Praktikumsnachweise 

  • Voraussetzungen wie in Punkt 2 beschrieben

4. Bewerbung für eine Ausbildung

Die Bewerbung für das beginnende Ausbildungsjahr muss bis spätestens 31.03. des Jahres in einem Altenheim bzw. in einer Einrichtung des häuslichen Pflegedienstes eingereicht werden.

Die Bewerbungsunterlagen müssen enthalten:

  • Bewerbungsschreiben mit Angabe des Berufswunsches und dessen Begründung

  • tabellarischer Lebenslauf

  • beglaubigte Kopie des mittleren höheren Bildungsabschlusses

  • 2 Lichtbilder

  • Ärztliche Bescheinigung zur Berufstauglichkeit (nicht älter als 3 Monate)

    Eine gemeinsame Zulassungskommission, bestehend aus Vertretern der Schule und der Altenheime, entscheidet über eine Zulassung zur Ausbildung.

5. Kosten und Vergütung

Die Ausbildung ist kostenfrei. Kopien von Arbeitsblättern, Umdrucke und Skripte sind zu bezahlen.

Der Ausbildungsbetrieb (stationäre oder ambulante Pflegeeinrichtungen) schließt mit dem Schüler einen Ausbildungsvertrag ab. Der Ausbildungsbetrieb zahlt Ausbildungsvergütung und regelt den Urlaub.

 

6. Unterbringung

Um die Unterbringung bemüht sich der Schüler selbst.
Wohnheimplätze können beantragt werden:

Internationaler Bund
Gesellschaft für Beschäftigung und Soziale Dienste mbH

Am Herrenberg 3

07745 Jena

Tel. 03641 687230

bzw. Möglichkeiten der Alten-, Pflege-, Seniorenheime erfragen.

7. Informationen und Sprechzeiten

Weitere Auskünfte erhalten Sie zu Informationstagen in der Schule. Außerdem stehen wir Ihnen für Gespräche und Beratungen zur Verfügung. Sprechzeiten sind Montag bis Donnerstag von 08.00 Uhr bis 12.30 Uhr sowie 13.00 Uhr bis 15.30 Uhr.